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Befunddokumentation und Arztbriefschreibung Im Krankenhaus (BAIK)

Bund-Länder-Programm und Forschungsprodukt von Wolfgang Giere

BAIK wurde im Verlauf meines Berufslebens an verschiedenen Orten (Duisburg, Stuttgart, Wiesbaden, Frankfurt) kontinuierlich weiterentwickelt: 

  • Vor über 50 Jahren entstand die Grundlage am Ev. Krankenhaus Bethesda in Duisburg, damals als erste elektronische Patientenakte, ab 1.1.1968 in Routine genutzt. Zur Datenerfassung diente das 'Datenerfassungs- und Speicherungs-Programm (DUSP)', Ergebnis der Dokumentation aller Patientendaten und Befunde nach strenger Datenkontrolle war der 'programmierte Arztbrief'.
  • Ab 1968 wurde die Systematik nebenberuflich in Stuttgart im Rechenzentrum der Robert Bosch GmbH weiterentwickelt, die Programmiersprache DUTAP entstand. Hauptamtlich programmierte ich damals an der Medizinisch Biologischen Forschungsstelle des Robert-Bosch-Krankenhauses für Rudolf Pirtkien MEDIUC neu.
  • Ab 1970 wurde die programmierte Befundschreibung auf Wunsch der Ärzte an der Deutschen Klinik für Diagnostik (DKD)  in Wiesbaden eingeführt. Im Handbuch der medizinischen Dokumentation und Datenverarbeitung wird der EDV-Unterstützung des Medizin-Betriebes ein eigener Artikel gewidmet.
  • Ab 1972 wurde die DUSP/DUTAP-Systematik im Rahmen des vom Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) geförderten Projektes "Dokumentations- und Informationsverbesserung für den Arzt durch EDV-Service" (DIPAS) von zwölf niedergelassenen Ärzten benutzt.
  • Ab 1974 ist das erfolgreiche DIPAS als 'Arzt-Kommunikations- und Auskunftssystem (AKAS)' Grundlage des erfolgreichen Antrags für das BMFT-Projekt DOMINIG III des Zentralinstituts der Kassenärztlichen Bundes-Vereinigung (KBV).
  • Ab 1976 wird die Weiterentwicklung als BMFT-Projekt 'Dokumentations- und Informationsverbesserung für den Arzt mit Dezentralem EDV-Modul (DIADEM)' gefördert, in Fortran auf Minirechner portiert und in einigen Krankenhäusern eingeführt.
  • Am Universitätsklinikum Frankfurt wurde die Systematik in Mumps reprogrammiert, um das 'Informations-Aufbereitenden Text Retrieval Orientierten Systems (IATROS)' erweitert und vielfach erfolgreich angewendet. 
  • Als 'Bund-Länder-Programm BAIK' wurde es in mehreren anderen  Bundesländern in Modell-Krankenhäusern eingeführt.
  • 1978 erscheint das  BAIK-Buch mit zusammenfassender Darstellung des zugrunde liegenden Modells der qulifizierenden Informationsaufbereitung und der Systematik der aktiven Elektronischen Patientenakte.
  • 1993 wurde das 25-jährige Jubiläum der programmierten Befundschreibung gefeiert.
  • 1996 gaben W. Kirsten und R. Klar zu meinem 60. Geburtstag meine wichtigsten Publikationen heraus: 'Dokumentation und Informationsaufbereitung für den Arzt'.
  • Bis 2003 wurden auch alle Feed-back-Zweige des Modells exemplarisch realisiert (Klassifikation mit Xmed, Suchmaschine Dr. Antonius, selektive Informationsergänzung für den Behandelnden mit MedIAS)
  • Vor meiner Emeritierung basierte das transatlantische Kooperationsprojekt MUCHMORE auf der BAIK Modellvorstellung. Die Vision wurde umgesetzt. 

(Unveränderte, alte Web-Seiten des Zentrums der medizinischen Informatik (ZInfo) sind hier bewahrt.)